Das Workbook von Affinity Photo

Da Bildbearbeitungsprogramme wie Affinity Photo sehr vielschichtig sind, bin ich für eine hilfreche Unterstützung wie dem hauseigenem Workbook* (Werbung) von Affinity Photo sehr dankbar.

Normalerweise finden sich im Internet zu jedem Problem der Bildbearbeitung zahlreiche Videos und Foren mit Lösungsansatz. Nicht unbedingt bei Affinity Photo. Da kommt ein eigenes Buch wie das Workbook doch sehr gelegen.

Über das Workbook

Es ist mit seinen fast 500 Seiten, dem Format 23,6×20,8×3,3cm und einem Gewicht von 1,62kg kein kleines Leichtgewicht. Umhüllt ist es von einem Hardcovereinband mit matter, weicher Oberfläche. Leider sind bei der Verwendung des Buches auftretende Schrammen aufgrund dieser Oberfläche nicht zu vermeiden.

Und der Inhalt?

Auf den ersten Seiten präsentieren sich die mitwirkenden Personen. Sie liefern die im Workbook enthaltenen Inhalte bzw. ihre (ehemaligen) eigenen Projekte und stellen diese zum nacharbeiten zur Verfügung. Darunter befinden sich Fotografen, Designer und einige Künstler. Alle verwendeten Bilder im Workbook gibt es auf einem, von Serif, zur Verfügung gestellten Server zum kostenlosen downloaden. Bitte verwende die Daten nicht für andere Zwecke als zum Arbeiten mit dem Workbook – ansonsten ist dir eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung sicher!

Die zahlreichen Seiten bestehen aus fünf Hauptkapiteln, unterteilt in mehrere Inhalte, und als Beilage heraus trennbare Tastaturbefehle auf stabilen Karton.

Der Zeitaufwand für die ersten drei Kapitel ist gering, da die Inhalte leicht verständlich formuliert und innerhalb weniger Minuten durchgearbeitet sind.

Kapitel 1

Bevor der Mensch laufen kann, muss er gehen lernen. So verhält es sich auch mit Affinity Photo. Sehen wir das Workbook also als einen unterstützenden Helfer für die erste Zeit. Dementsprechend beschäftigt sich das erste Kappitel ausführlich mit einer Tour durch die Programmoberfläche und erklärt dabei die Werkzeugleiste, die fünf unterschiedlichen Personas, die Symbolleisten, in welchem Zusammenhand die unterschiedlichsten Panels (Arbeitsfenster) ihre Anwendung finden und welche Einstellungen man an ihnen vornehmen kann. Unter anderem auch welche Persona mit welchem Panel zusammen arbeitet.

© Affinity Photo

 

Kapitel 2

In den hier behandelten Grundlagen ist das erlernte Wissen aus Kapitel 1 bereits anzuwenden.

Die Thematik befasst sich mit den Vorteilen einzelner Ebenen, der Handhabung von Masken und wie man diese Verfeinert, dem Entwicklen von RAW-Bildern in der Develop Persona, der richtigen Wahl eines Bildauschnittes uvm.

Kapitel 3

Die Arbeitsschritte aus dem Workbook sind ab diesem Kapitel einwenig ausführlicher. James Ritson, der die meisten Themen sowie Bilder für dieses Kapitel erstellt hat, liefert gute Beispiele für die Verbesserung von Landschaftsfotos und Stadtaufnahmen – teilweise in Schwarz-Weiß und HDR(High Dynamic Range)-Fotos. Das Highlight des Kapitels ist in meinen Augen allerdings der Inhalt bzgl. der Fokuskombination unter Einwirkung der Schärfentiefe bei mehreren gleichen Motiven (z.B. Regentropfen auf einer Blume) von Stehen Randolph.

© Affinity Photo

 

Die folgenden Kapitel vom Workbook sind nur mit ausreichend Grundkenntnis über die Funktionen von Affinity Photo zu empfehlen . Die Inhalte sind komplexer und zeitaufwändiger zugleich. Die kurz gehaltenen Arbeitsschritte sind ab diesem Punkt nicht immer leicht nachzuvollziehen.

 

Kapitel 4

Als Anfänger in der Bildbearbeitung ist davon abzuraten sich sofort auf die Inhalte dieses Kapitels zu stürzen. Ein Grund dafür ist, dass es sich bei den Beispielen um kommerzielle Bildbearbeitung handelt. Also, um Inhalte von Personen die allein aus Berufswegen „anders“ arbeiten als sich das ein Laie evtl. vorstellen mag. Wie lässt man ein simples Käsesandwich den Appetit beim Betrachter anregen? Worauf muss ich achten, wenn ich ein Buchcover gestalte? Wie funktioniert eine natürliche Portraitretusche?

© Affinity Photo

 

Kapitel 5

Die kreative Bastelecke. Wo sonst sind Inhalte wie Doppelbelichtungen, Bildcollagen und weitere Spielereien besser untergebracht? Das Kapitel wirkt enprechend der fünf Projekte recht kurz. Grade im kreativen Raum gibt es zahlreiche Möglichkeiten die, unter anderem in den letzten Jahren, vielseitig Anwendung fanden . Also wurde nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt.

© Affinity Photo

 

Fazit

Zu dem Preis hält man ein Kompaktpaket an Workbook in seinen Händen. Die beigefügten Grafiken und die Textgröße sind sehr anschaulich. Ein Griff zur Lupe ist keinesfalls notwendig. Selbstverständlich hätte Serif jedes Kapitel noch weiter ausbauen können – wirkt dann nur wie eine überdimensionale Bibel.

Nein, die Aufteilung von Text und Bildern ist sehr zufriedenstellend. So ist man als Leser/Nutzer weniger geneigt sich zu langweilen oder sich zu sehr anzustrengen.

Letzend Endes wird manch einem Leser evtl. eine genaue Erklärung fehlen wieso gerade der Prozentwert bei der Einstellung XY gewählt wurde. Warum gerade der Filter und nicht ein anderer? Eines darf man nicht vergessen: alle angeführten Arbeitsschritte, sind die normalen Vorgehen der Personen die hinter diesen Inhalten/Projekten stehen. Als ich mich durch das Workbook arbeitete, hatte ich die selben Überlegungen! Und ich gebe zu, teilweise verwirrte mich der Weg dann auch – ganz einfach weil ich andere Herangehensweisen gewohnt bin. Aber das ist eben ein Teil der Bildbearbeitungsprogramme ausmacht. Jeder muss den Weg finden, mit dem er/sie am Besten zurecht kommt. Und üben und ausprobieren bis man keine Lust mehr hat! Nur so lernt man dazu.

 

© Alle Bilder in diesem Beitrag sind Eigentum von Serif/Affinity Photo.

 

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