Copytrack – eigene Bilder vereinfacht nachträglich lizenzieren lassen

Als Fotograf hat man besseres zu tun als stundenlang seine Bilder auf Fremdnutzung im Internet zu überprüfen. Wird man erst einmal fündig, so steht man vor dem Problem seine Rechte geltend zu machen. Ein langer und zugleich schwerer Prozess. Doch nun gibt es ein Licht am Ende des Tunnels. Sein Name ist Copytrack.

Copytrack ist ein, in 2015, gegründetes Unternehmen aus Berlin und kümmert sich um die nachträgliche Lizenzierung von Fotos. Es macht keinen Unterschied, wer den Service nutzt. Vom Hobby- oder Profifotograf, Bild- oder Nachrichtenagentur über Verlage bis zum E-Commerce-Anbieter ist alles dabei. Copytrack sucht nach unerlaubter Bildnutzung in ca. 140 Ländern. Hilfreich sind jeweils die weiteren Niederlassungen in Tokio und in New York.

Und wie funktioniert es?
Es ist keine Installation eines Programms auf dem PC erforderlich. Copytrack läuft über den Browser. Doch ohne eine Registrierung bei Copytrack geht nichts. Mit dem angelegten Nutzerkonto kann nach wenigen Minuten losgelegt werden.
Bei der ersten Nutzung, ist noch nicht viel zu erkennen. Auf der linken Seite befindet sich das Menü. Startpunkt ist immer das Dashbord. Der Nutzer kann zwischen den Sprachen Englisch, Deutsch und Japanisch wählen (Landesflagge oben rechts).

Unter Sammlungen legt man die Fotoalben an. Hier befinden sich später die zu überprüfenden Bilder. Hochladen geht laut Firmenangaben entweder mit Dropbox oder gleich beim erstellen eines Albums. Jedoch nur mit JPGs. Die längste Seite muss dabei mindestens 600 Pixel betragen. Für eine bessere Übersicht sind mehrere Alben von Vorteil, da ein Fund leichter zu erkennen ist. Sammlungen Am Anfang hat man eine Bildkapazität von 1000 Stück. Ist sie einmal erschöpft, reicht eine Kontaktaufnahme mit den Mitarbeitern von Copyright. Diese schalten einem die erforderliche zusätzliche Bildmenge frei. Ein fertiges Album kann später immer wieder im Titel und Bildern verändert werden.

Nun heißt es etwas Geduld haben, bis die ersten Ergebnisse eintreffen.

Was kostet mich der Service?
Das Nutzerkonto und die Überprüfung der Bilder sind kostenlos. Copytrack bekommt sein Geld erst, sobald es für seinen Nutzer erfolgreich tätig wird. Die Provision liegt, je nach Land und Aufwand, bei 30-50%. Sobald ein Bild gefunden wurde, das dem eigenem Bild sehr ähnelt (siehe Beispiel) ist ein potentieller Betrag ersichtlich. Beispiel Copytrack richtet sich bei der Gebührenberechnung an – auch von Gerichten anerkannt – der Übersicht der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM).

Doch als Nutzer ist vorweg zwischen folgenden vier Punkten, der Klassifikation, zu unterscheiden. Sie helfen dabei die Bildmengen zu sortieren und später leichter wiederzufinden.

  • Legal, wenn es z.B. im eigenen Blogbeitrag erscheint.
  • Illegal, wenn es sich auf Seite XY ohne Genehmigung wiederfindet.
  • Unsure, bei Unsicherheit bezüglich einer Lizenzvergabe.
  • No Match, wenn es sich nicht um dasselbe Bild handelt.

Zur vereinfachten Überprüfung, welche Klassifikation zutrifft, reicht ein Klick auf die angezeigten Bilder. Eine weitere Ansicht öffnet sich, bei der ein simpler Vergleich oder ein Overlay möglich ist. Das Overlay arbeitet wie eine gif-Datei und Unterschiede kommen besser zur Geltung.

„Whitelist“ trifft dann zu, wenn vereinzelte Bildrechte an Unternehmen oder Personen verkauft sind. Diese Bilder werden als „sicher“ markiert.

Zu welchem Ergebnis bin ich gekommen?
Mit Copytrack kann man nichts falsch machen. Ich nutze den Service von Copytrack bereits eine Weile und habe von Anfang an keine zeitlichen Wunder erwartet. Dennoch bin ich mit dem Vorgang sehr zufrieden. Man spart Zeit für andere wichtige Dinge.
Eine mögliche Alternative? Google Alerts oder Google Bilder Rückwärts-Suche? Alerts führen bei mir zu zahlreichen Falschmeldungen. Und die Rückwärts-Suche ist zu umständlich und zu zeitintensiv.